Deutscher Netzwerktechnik-Hersteller AVM prüft den Verkauf, während Gründer auf geordneten Übergang achten
Der deutsche Netzwerktechnik-Hersteller AVM, bekannt für seine Fritzbox-Router, steht offenbar vor einem möglichen Verkauf. Laut Berichten des Handelsblatts, die auf Informationen aus Finanzkreisen verweisen, hat die Investment-Bank Lincoln bereits einen Auktionsprozess vorbereitet. Das Unternehmen könnte mit einem Umsatz von 620 Millionen Euro und einem Betriebsgewinn zwischen 80 und 90 Millionen Euro auf einen Gesamtwert zwischen 750 Millionen und einer Milliarde Euro geschätzt werden.
AVM wurde 1986 in Berlin von vier Studenten gegründet, von denen drei immer noch aktiv beteiligt sind. In den Anfangsjahren trug das Unternehmen dazu bei, das Internet für Privatpersonen und Unternehmen zugänglich zu machen. Trotz einiger Turbulenzen, wie einem zwischenzeitlichen Ausschluss der Gründer aus dem Unternehmen, führten sie die Firma erfolgreich weiter. Nun, mehr als 20 Jahre später, erwägen sie offenbar aus Altersgründen ihren Rückzug.
Die Verkaufsüberlegungen haben das Interesse mehrerer Investoren geweckt, darunter auch Private-Equity-Unternehmen. Ob es zu einem Abschluss kommt, ist noch unsicher, und selbst wenn, könnte es noch Monate dauern. Die Gründer von AVM betonen jedoch, dass es ihnen wichtig ist, dass das Unternehmen erfolgreich bleibt, auch wenn sie nicht mehr aktiv daran beteiligt sind. Der Übergang wird seit einiger Zeit geplant, und verschiedene Optionen werden ohne Zeitdruck in Betracht gezogen. Die drei Gründer halten zusammen 93 Prozent der Unternehmensanteile, und AVM beschäftigt rund 880 Mitarbeiter.


