Goldman Sachs hat das vierte Quartal 2024 mit einem überraschend starken Ergebnis abgeschlossen. Die US-Investmentbank profitierte dabei von der hohen Marktvolatilität und einer breiten Rallye an den amerikanischen Börsen, die durch Spekulationen über die Zinspolitik der Federal Reserve und die Aussichten für KI-Unternehmen befeuert wurde.
Rekordergebnis im Aktienhandel
Besonders beeindruckend entwickelte sich das Aktienhandelsgeschäft der Bank. Der Umsatz in diesem Bereich kletterte auf einen Rekordwert von 4,31 Milliarden Dollar, verglichen mit 3,45 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch das Handelsgeschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen (FICC) legte kräftig zu und stieg um 12,5 Prozent auf 3,11 Milliarden Dollar.
Gewinn übertrifft Erwartungen deutlich
Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 14,01 Dollar und lag damit deutlich über den Analystenerwartungen von 11,67 Dollar, basierend auf LSEG-Daten. Zur positiven Entwicklung trug auch der Abschluss einer Vereinbarung mit JPMorgan Chase bei, die das Ergebnis um 46 Cent pro Aktie steigerte.
Dividendenerhöhung signalisiert Zuversicht
Als Zeichen des Vertrauens in die zukünftige Geschäftsentwicklung erhöhte Goldman Sachs seine Quartalsdividende auf 4,50 Dollar pro Aktie. „Die Dividendenerhöhung ist ein eindrucksvoller Beweis für das Vertrauen des Managements in nachhaltig höhere Gewinne aus dem Geschäftsmodell“, kommentierte Stephen Biggar, Bankenanalyst bei Argus Research.
Investmentbanking mit solidem Wachstum
Die Gebühren aus dem Investmentbanking stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar. Dieser Wert blieb jedoch leicht hinter den Analystenerwartungen von 2,66 Milliarden Dollar zurück. Ein freundlicheres Regulierungsumfeld unter Präsident Trump, niedrigere Zinssätze und reichlich Liquidität haben Unternehmen zu mehr Transaktionen ermutigt.
Erfolgreiche M&A-Beratung
Goldman Sachs konnte sich im Jahr 2025 erneut den Spitzenplatz im weltweiten M&A-Geschäft sichern. Die Bank beriet bei einigen Mega-Deals, darunter die fremdfinanzierte Übernahme von Electronic Arts im Wert von 56,5 Milliarden Dollar und die Akquisition des Cloud-Sicherheitsunternehmens Wiz durch Alphabet für 32 Milliarden Dollar.
Aktie gibt nach starkem Jahresstart nach
Trotz der starken Quartalszahlen gaben die Aktien von Goldman Sachs im vorbörslichen Handel um fast 2 Prozent nach. Die Papiere waren im Jahr 2025 bereits um mehr als 50 Prozent gestiegen, was möglicherweise zu Gewinnmitnahmen führte.


