Der einstige Internetriese Yahoo möchte mit einem Börsengang an vergangene Erfolge anknüpfen
Der Internetkonzern Yahoo plant, an die Börse zurückzukehren, um seine frühere Bedeutung wiederzuerlangen. Das Unternehmen, das zu den Pionieren des Internets gehört, hat in den letzten Jahren stark an Relevanz verloren. Der CEO von Yahoo, Jim Lanzone, gab gegenüber der „Financial Times“ bekannt, dass das Unternehmen finanziell bereit und äußerst profitabel sei. Yahoo wurde 1994 gegründet und entwickelte sich in den 1990er-Jahren zu einer der beliebtesten Websites weltweit. Allerdings verlor Yahoo im Laufe der Zeit an Bedeutung, insbesondere durch den Aufstieg von Google. Trotz mehrerer Versuche einer Neuausrichtung konnte das Unternehmen den Schrumpfungsprozess nicht aufhalten.
Im Jahr 2017 übernahm der Telekomkonzern Verizon Yahoo, und seit 2021 befindet sich das Unternehmen im Besitz des Finanzinvestors Apollo. Yahoo betreibt immer noch ein beliebtes Internetportal und verfügt über mehrere Geschäftseinheiten wie Yahoo Finance, Techcrunch und einen E-Mail-Dienst. Bei der Internet-Suche belegt Yahoo nach eigenen Angaben den dritten Platz, jedoch weit hinter den Marktführern Google und Microsoft.
Der CEO Jim Lanzone kündigte an, nach interessanten Übernahmemöglichkeiten Ausschau zu halten. Kürzlich erwarb Yahoo die Sportwetten-App Wagr, um sein Sportgeschäft zu erweitern. Mit dem geplanten Börsengang möchte der Finanzinvestor Apollo zumindest einen Teil seiner Anteile am Markt platzieren und damit potenziell beträchtliche Gewinne erzielen.


