Kraft Heinz stoppt Aufspaltung: CEO setzt auf Wachstumsstrategie

Kraft Heinz stoppt Aufspaltung: CEO setzt auf Wachstumsstrategie

Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz hat seine im September angekündigten Pläne zur Aufspaltung des Unternehmens auf Eis gelegt. Stattdessen will der neue CEO Steve Cahillane den Konzern mit einer Investitionsoffensive wieder auf Wachstumskurs bringen.

Cahillane, der das Unternehmen seit dem 1. Januar führt, kündigte an, hunderte Millionen US-Dollar in Marketing und Produktentwicklung zu investieren. Ziel ist es, Kraft Heinz bis 2027 wieder zu nachhaltigem Wachstum zu führen. „Seit meinem Eintritt in das Unternehmen habe ich erkannt, dass die Chancen größer sind als erwartet und dass viele unserer Herausforderungen lösbar sind“, erklärte der Manager.

Die Entscheidung markiert eine deutliche Kehrtwende für den Ketchup- und Makkaroni-Hersteller. Erst im vergangenen September hatte das Unternehmen angekündigt, das Geschäft in zwei separate Einheiten aufzuteilen – eine für Würzmittel und eine für Grundnahrungsmittel. Dies hätte die Rückabwicklung der 2015 von 3G Capital und Berkshire Hathaway orchestrierten Megafusion bedeutet.

Aufspaltung möglicherweise komplett vom Tisch

In einem Interview deutete Cahillane an, dass Kraft Heinz die Aufspaltung möglicherweise überhaupt nicht durchführen wird. Die pausierte Trennung sollte ursprünglich für stärker fokussierte Unternehmen mit geringerer Komplexität sorgen. Doch der neue Vorstandschef sieht nun größere Potenziale in einem gemeinsamen Konzern.

Die Aktie von Kraft Heinz reagierte am Mittwoch mit einem leichten Kursanstieg auf die Nachricht. Analysten werten die Entscheidung als Zeichen für das Vertrauen des neuen Managements in die Zukunftsfähigkeit des integrierten Konzerns. Die geplanten Investitionen sollen vor allem die Markenpositionierung stärken und Innovationen vorantreiben.

Für den Konzern, der zu den weltgrößten Lebensmittelherstellern zählt, geht es darum, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt wieder Fahrt aufzunehmen. Die neue Strategie setzt auf organisches Wachstum statt auf strukturelle Veränderungen durch eine Aufspaltung.

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