Uganda rüstet sich für Ölförderung: Tilenga-Projekt bringt wirtschaftlichen Aufschwung und Umweltbedenken
Uganda plant, gemäß Angaben des CEO der Uganda National Oil Co (UNOC), Proscovia Nabbanja, mit der Ölförderung aus dem Tilenga-Projekt in der ersten Hälfte des Jahres 2025 zu beginnen. Bei einer Energiekonferenz in Singapur erklärte Nabbanja, dass die Bohrungen bereits begonnen hätten und die Ausrüstung einsatzbereit sei. Die ersten Ölmengen sollen somit wie geplant 2025 gefördert werden.
Das Tilenga-Projekt befindet sich in den Distrikten Buliisa und Nwoya in den Ölfeldern des Albertsees in Uganda. Es wird von dem französischen Energieunternehmen TotalEnergies in Zusammenarbeit mit der chinesischen CNOOC Ltd (China National Offshore Oil Corporation) und der UNOC betrieben. Das Öl aus dem Tilenga-Projekt soll über die East African Crude Oil Pipeline (EACOP), eine 3,5 Milliarden US-Dollar teure Pipeline, zum Hafen von Tanga in Tansania transportiert und von dort aus exportiert werden.
Die EACOP hat die Kapazität, bis zum Jahr 2025 täglich bis zu 246.000 Barrel Rohöl in die Weltmärkte zu bringen. TotalEnergies ist mit einem Anteil von 62% der größte Aktionär der EACOP. Weitere Investoren sind die staatliche UNOC und die Tanzania Petroleum Development Corporation, die jeweils 15% halten, während die chinesische CNOOC einen Anteil von 8% besitzt.
Allerdings sieht sich TotalEnergies erneut mit Klagen von fünf Aktivistengruppen konfrontiert, die dem Energieunternehmen vorwerfen, beim Tilenga- und EACOP-Projekt den Schutz von Menschen und Umwelt vernachlässigt zu haben. Dies ist bereits die zweite Klage gegen TotalEnergies in diesem Zusammenhang.
Die Entwicklung des Ölsektors in Uganda birgt Chancen, aber auch Herausforderungen hinsichtlich Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Es wird entscheidend sein, dass die beteiligten Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen zu minimieren und die Interessen der betroffenen Gemeinden zu berücksichtigen.
Die genannten Informationen basieren auf den Aussagen des CEO der UNOC sowie auf veröffentlichten Berichten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ölförderung in Uganda entwickeln wird und welche Auswirkungen sie auf das Land und die Region haben wird.


